Die Hyperthermie

Die Hyperthermie basiert auf der natürlichen Entwicklung von Fieber bei Infektionskrankheiten. Weil sich in Versuchen gezeigt hat, dass Krebszellen scheinbar anfälliger gegenüber einer erhöhten Temperatur sind, wird durch eine gezielte Überhitzung der "vom Krebs befallenen" Körperregionen versuchte die Krebszellen zu eliminieren bzw. zu dezimieren. Die Erhitzung des Gewebes auf etwa 42°C erfolgt entweder durch Infusionen oder Radiowellen (was wiederum bedenklich ist). Die Methode ist wissenschaftlich relativ etabliert, wird schon an mehreren Kliniken in Deutschland auch zur Krebsbekämpfung eingesetzt und hat keine bisher nachgewiesenen Nebenwirkungen.

Als Susanne Ende Oktober zur Zwangschemo nach Tübingen sollte, suchten sie und ihre Mutter die gisunt-Klinik in Zetel auf, um sich dort untersuchen zu lassen und die Möglichkeit einer Hyperthermie anzuschauen. Nach der Untersuchung meinte die Professorin, dass sich die weitere Behandlung aufgrund der gesundheitlichen Situation überlegt werden könne. Im Bericht stand dann aber, dass ohne Chemotherapie Susanne gefährdet sei, die Hyperthermie begleitend (wird oft, aber nicht zwangsweise kombiniert) aber sinnvoll sei. Für uns, die wir auf Entlastung hofften, war dieser Bericht natürlich ein Schuss in den Rücken — denn wer will gegen die Uniklinik Tübingen schon was sagen: aus der positiven mündlichen Rückmeldung wird ein vernichtender schriftlicher Bericht!

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